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Laktoseintoleranz

Was ist das genau, wie wirkt sie sich aus?

Unter einer Laktoseintoleranz versteht man eine Unverträglichkeit gegenüber Laktose (Milchzucker). In Fachkreisen wird diese Nahrungsmittelintoleranz auch als Laktosemalabsorption bezeichnet. Laktose setzt sich aus zwei Zuckerarten zusammen: Glukose (Traubenzucker) und Galaktose (Schleimzucker). Laktose wird im menschlichen Dünndarm normalerweise durch Laktase gespalten. Laktase ist ein Enzym, das normalerweise vom menschlichen Körper ausreichend gebildet wird und in der Dünndarmschleimhaut angesiedelt ist. Wenn also der menschliche Körper nicht ausreichend Laktase bilden kann, kommt es zu Problemen bei der Laktoseaufspaltung und die Laktose dringt in den Dickdarm. Im Dickdarm lauern Darmbakterien, die Laktose als Nahrungsquelle nutzen und verwerten. Dieser Verwertungsprozess verursacht im Anschluss die typischen Beschwerden wie Bauchschmerzen und Blähungen. Hinzu kommt, dass Laktose sehr gute Wasserbindungs-Eigenschaften besitzt. So gelangen mit der nicht aufgespalteten Laktose größere Mengen Wasser in den Dickdarm – folglich kann es zu Durchfällen kommen.

Schätzungen zufolge wird Laktose (Milchzucker) von bis zu 70% der Weltbevölkerung nicht vertragen. Hier gibt es interessanterweise jedoch starke geografische Unterschiede, die u. a. auf unterschiedliche Ernährungsformen zurückgeführt werden können: in Afrika und Südamerika spricht man von circa 60%, in China, Südostasien und Alaska sind es schätzungsweise sogar bis zu 98%. Alles Länder, in denen wenige Milchprodukte auf dem täglichen Speiseplan stehen. Da sich in unterschiedlichen Regionen (z.B. Nordeuropa) der Konsum von Milchprodukten in den vergangenen Jahrhunderten durchgesetzt hat, ist davon auszugehen, dass sich auch die Genetik der Menschen im Laufe der Zeit verändert hat. Denn in Nordeuropa ist - mit etwa 20% der Bevölkerung – ein weitaus geringer Anteil der Bevölkerung von einer Laktoseintoleranz betroffen. Vermutet werden jedoch höhere Dunkelziffern, weil nicht jede Laktoseintoleranz diagnostiziert und erfasst wird.

Laktose ist in Milchprodukten wie zum Beispiel Buttermilch, Kondensmilch, Frischkäse, Joghurt, Quark, Sahne und Molke in unterschiedlicher Menge enthalten. Auch die Milch von Pferden, Ziegen oder Schafen ist laktosehaltig und damit keine geeignete Alternative zu Kuhmilch. Laktose findet sich logischerweise auch in Produkten, die Milchpulver oder andere laktosehaltige Bestandteile in den Zutaten enthalten (z.B. Fertig-Desserts, Speiseeis auf Milch- oder Sahnebasis, Milchmischgetränke, Milchschokolade oder Nougatcreme). Besondere Obacht ist auch bei anderen Produkten geboten, in denen Laktose (Milchzucker) als Zutat im ersten Moment gar nicht zwangsläufig vermutet wird: Fertiggerichte und -saucen, Saucenpulver, Würzmittel, Wurst und Süßigkeiten. Da das Bewusstsein für die Laktoseintoleranz in der Gesellschaft stetig zunimmt, sind auch immer mehr laktosefreie Produkte im Supermarkt erhältlich.

Symptome

Mögliche Zeichen für eine Laktoseintoleranz.

Bild: Dave Pot / shutterstock.com Laktoseintoleranz Symptome

Babys und Kleinkinder leiden in seltensten Fällen an einer Laktoseintoleranz, denn sie produzieren in der Regel ausreichend Laktase. Vermutlich genetisch vorprogrammiert - für eine problemlose Aufnahme der Muttermilch. Im Laufe der Lebensjahre nimmt die Enzymbildung bei manchen Menschen ab, weniger Laktase wird produziert und unterschiedlichste Symptome / Beschwerden können auftreten.

Im Magen-Darm-Trakt können folgende Laktoseintoleranz-Symptome auftreten:

  • Blähbauch (Meteorismus) und Völlegefühl
  • Darmwinde (Flatulenz), Darmschmerzen und laute Darmgeräusche
  • Bauchschmerzen und Durchfall
  • Sodbrennen
  • Verstopfung
  • Bauchschmerzen und Durchfall

Außerhalb des Magen-Darm-Trakts können weitere Symptome hinzukommen, die nicht gleich einer Laktoseintoleranz zuzuordnen sind:

  • Kopfschmerzen und Schwindel
  • Gedächtnisstörungen
  • Müdigkeit/Abgeschlagenheit
  • Antriebslosigkeit bis zur depressiven Verstimmung
  • Gliederschmerzen
  • Schlafstörungen
  • Geschwächtes Immunsystem, Infektanfälligkeit

Bei wiederkehrenden Symptomen im Magen-Darm-Trakt werden Betroffene immer schneller hellhörig, denn das Thema Laktoseintoleranz ist mittlerweile in der Gesellschaft angekommen und wird auch in der Medienlandschaft regelmäßig thematisiert. Wer mit einer vagen Vermutung einen Ernährungsberater, Diätassistenten, Homöopathen oder Arzt seines Vertrauens aufsucht, kann sich testen lassen, um Klarheit zu bekommen und eine saubere Diagnose zu erhalten.

Diagnose & Tests

Wie kann eine Laktoseintoleranz erkannt werden?

Bild: Dragon Images / shutterstock.com Laktoseintoleranz Diagnose

Vor dem ersten Gang zum Arzt kann es hilfreich sein, die individuelle Ernährungsweise in einem Ernährungstagebuch zu dokumentieren und für einige Wochen auf Milchprodukte zu verzichten. Dabei gilt es strengstens die Zutatenlisten der Produkte zu studieren, bevor diese verzehrt werden. Tritt beim Verzicht von Milchprodukten nach und nach eine Milderung der Symptome auf, sollte der Weg dennoch zu einem Arzt führen, der eine fundierte Diagnose stellt.

Folgende Labortests sind möglich:

  • Der H2-Atemtest ermittelt nach dem Einnehmen einer Laktose-Lösung den Wasserstoffgehalt im Atem über ein Atem-Messgerät. Der Test dauert bis zu drei Stunden.
  • Der 13C-Atemtest misst nach dem Einnehmen einer Laktoselösung einen 13CO2-Marker.
  • Der Blutzucker-Test misst die Aufspaltung von Milchzucker beziehungsweise ihr Fehlen.
  • Der Gentest kann die genetische Laktoseintoleranz nachweisen.
  • Eine Biopsie des Dünndarmgewebes mit anschließendem Laborbefund ist ein sehr aufwendiger, selten durchgeführter Test. Er kommt nur bei sehr unklaren Symptomen und unklaren Ergebnissen anderer Tests zum Einsatz.

Behandlung

Auf was Sie nach der Diagnose achten sollten.

Bild: matka_Wariatka / shutterstock.com Laktoseintoleranz Behandlung

Bei einer akuten Laktoseintoleranz sollten laktosehaltige Lebensmittel aus dem persönlichen Ernährungsplan gestrichen werden. Ist eine Laktoseintoleranz nicht ganz so stark ausgeprägt, muss der Betroffene selbst ausloten, wie viel Laktose verträglich ist, ohne dass unangenehme Symptome auftreten. Im Handel erhältlich sind auch sog. Laktase-Präperate, mit denen man das Enzym bspw. in Tablettenform zu sich nimmt. Im Allgemeinen sollte aber Laktose dauerhaft vermieden werden und eine Umstellung auf verträgliche Alternativen erfolgen.


Die Umstellung der Ernährung ist gerade in der Anfangszeit häufig mit einigen Schwierigkeiten verbunden. Hilfreich sind umfangreiche Unverträglichkeitslisten, die in der Küche abgelegt sind und auch eine Liste für unterwegs im Pocket-Format kann nicht schaden. So kann der Blick bei Unklarheiten zwischendurch immer mal wieder auf die Liste schweifen. Die Zutaten und das Kleingedruckte auf Produktpackungen sollte aufmerksam gelesen werden und bei Zweifeln kann man auch beim Verkäufer oder Hersteller genauer nachgefragt werden. Auch Restaurants und Bäckereien sind mittlerweile in der Pflicht alle Zutaten zu deklarieren auf Nachfrage herauszugeben.

Ernährung & Lebensmittel

Wie Sie Ihre Ernährung einfach umstellen können.

Die Umstellung auf eine laktosefreie Ernährung kann einen zu Beginn vor eine große Herausforderung stellen. Grade zu Anfang muss man sich intensiv damit auseinandersetzen welche Kochgewohnheiten umgestellt werden müssen.

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Gerade Kindern fällt es schwer auf Lieblingsprodukte zu verzichten. Aber auch Erwachsene haben oft mit der Umstellung und dem Verzicht zu kämpfen. Immer mehr Anbieter haben sich deswegen auf die Herstellung laktosefreier Produkte spezialisiert. Allerdings sind auch viele Produkte von Natur aus laktosefrei.

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